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Immer wieder Frühling, Sommer, Herbst und Winter

Eine feine Volksliedsause
Das FaksTheater spielt sich mit Weinglas, Gießkanne und Hupe durch die Jahreszeiten
Von Doris Wegner (AZ)

So zieht der Frühling ein: Josef Holzhauser und Harry Alt sitzen sich im dunklen Abraxas-Theater auf den Treppen mit Ukulele und Akkordeon gegenüber und langsam entwickelt sich aus Vogelecho-Tönen das Frühlingsthema aus Vivaldis „Vier Jahreszeiten“, während Fräulein Frühling (Karla Andrä) auf der Bühne ein Apfelbäumchen erblühen lässt. Sinnlicher Auftakt eines kurzweiligen Kinderkonzert-Nachmittags. Mit seinem neuen Programm „Immer wieder Frühling, Sommer, Herbst und Winter“, feierte das FaksTheater am Sonntag Premiere.

Seit 20 Jahren machen Karla Andrä und Josef Holzhauser Musiktheater für Kinder und bringen dabei den alten Volksliedern oft ganz neue Töne bei. Schmissig, jazzig, oft ganz neu erklingen dabei die Klassiker aus den Liederbüchern, ohne ihren Charakter zu verlieren. So auch bei diesem Konzert, das musikalisch einmal durch das ganze Jahr wandert.
„Komm lieber Mai und mache“, „Alle Vögel sind schon da“ als cooler Mitklatsch-Song, „Trarira, der Sommer, der ist da...
In „Ein Vogel wollte Hochzeit machen“ dirigiert Fräulein Frühling die Kinder, die auf Würfelkissen an der Bühne sitzen, bei „Laurentia, liebe Laurentia“ tanzen die Mädchen und Buben über die Bühne und bei „My Bonny is over the Ocean“ schunkeln schließlich auch die Eltern. Musiktheater immer in Bewegung.
Auf der Bühne kommt das FaksTheater mit einer Bank und einem Holzbaum aus, der sich mit den musikalischen Jahreszeiten verwandelt. An Instrumenten jedoch kann es den Musikern gar nicht genug sein. Allein Harry Alt spielt Weinglas, eine Gießkanne, Hupe, eine Organetta, Flöte, Akkordeon, Cajon, Djembe, Gitarre.
Es wäre beinahe das Ende einer feinen Volksliedsause gewesen, wenn Karla Andrä nicht die Kinder gefragt hätte: „Wollt ihr noch einmal singen?“ Und die Kinder nicht geantwortet hätten...